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Ho Chi Mihn Stadt / Frankfurt am Main, 25.10.2005

Sauerstoff rettet das Leben Frühgeborener
Der Industriegasespezialist Messer arbeitet beim Krankenhausprojekt in Binh Duong mit East Meets West zusammen

Messer Vietnam Industrial Gases und die East Meets West Foundation kooperieren bei der Neugeborenenpflege-Initiative zur Verbesserung der neonatalen Intensivstation im Krankenhaus Binh Duong. Messer ist seit 1999 in Vietnam ansässig und dehnt gegenwärtig seine dortigen Geschäftstätigkeiten aus.

Don Kuhlman, Geschäftsführer bei Messer in Vietnam, wählte dieses Projekt wegen seiner Verbindung mit einem ihrer Produkte: medizinischer Sauerstoff für die Beatmung. Seit über 100 Jahren steht der Name Messer für Know-how in Industriegasen. Messer, mit Hauptsitz in Frankfurt, ist seit langem karitativ tätig. „Mit unserer Dr. Hans-Messer-Sozialstiftung helfen wir vornehmlich den Benachteiligten in den Ländern, in denen wir aktiv sind“, sagt Stefan Messer, Eigentümer der Messer Gruppe und Enkel des Gründers.

Die Stiftung wurde im Juni 2004 von Ria Messer zum Andenken an ihren 1997 verstorbenen Ehemann ins Leben gerufen. Mit den Spenden werden karitative Einrichtungen und unverschuldet in Not geratene Menschen unterstützt. Der Gedanke des sozial verpflichteten Unternehmertums soll durch die Dr. Hans-Messer-Sozialstiftung aufrechterhalten werden.

Das gemeinsame Projekt ist Teil einer landesweiten Anstrengung der East Meets West Foundation, die Sterblichkeitsraten früh geborener Kinder in Vietnam zu senken. Die Neugeborenenpflege-Initiative wurde von der Stiftung zusammen mit dem Projekt Vietnam der American Academy of Pediatrics und dem International Children Assistance Network (ICAN) ins Leben gerufen, um Schulungen anzubieten und Krankenhäuser und Kliniken im ganzen Land mit Geräten auszustatten. Dadurch soll das Leben Frühgeborener mit Atemwegsbeschwerden gerettet werden. Jedes Jahr werden in Vietnam über 128.000 „Frühchen“ geboren. Davon leiden 10 % an Atemwegsbeschwerden, an denen sie sterben, sofern keine entsprechenden Geräte zur Verfügung stehen. Das heißt, es sterben 12.000 Kinder – und viele weitere erleiden Gehirnschäden durch Sauerstoffmangel. In westlichen Ländern gehören einfache CPAP-Geräte (Continuous Positive Air Pressure, kontinuierlicher erhöhter Luftdruck) zur Standard-Pflegeausrüstung.

Die Messer-Stiftung hat der neonatalen Intensivstation im Krankenhaus Binh Duong drei CPAP-Geräte und weitere lebenswichtige Geräte gestiftet. „Wir sehen uns in Vietnam als Partner der Einwohner hier“, betont Don Kuhlman. „Wir möchten daher Projekte unterstützen, von denen die Familien unserer Beschäftigten direkt profitieren. Diese Art Projekt liegt uns besonders am Herzen, da eine unserer Mitarbeiterinnen vor kurzem die Schwierigkeiten einer Frühgeburt erlebt hat und wir daher den Bedarf an solcher Ausrüstung in Vietnam genau kennen.” 

CPAP-Geräte versorgen die Lungen der Babys mit einem konstanten Luftstrom. Sie sind weniger invasiv als Ventilatoren und wesentlich effizienter und sicherer als handbetätigte Geräte, die bei falscher Bedienung zu Schäden an den empfindlichen Lungen führen können. Messer hat sich zu einer Spende von 10.200 $ bereit erklärt. Damit werden drei CPAP-Geräte, drei Pulsoxymeter und drei Brutkästen angeschafft.

Das Projektziel ist, alle Entbindungsstationen in Vietnam mit einer ausreichenden Zahl von Geräten auszustatten und Schulungen zu den medizinischen und technischen Problemen beim Einsatz der Geräte anzubieten. Über 2.000 dieser Geräte werden in ganz Vietnam in Provinzkliniken und -krankenhäusern mit Entbindungsstationen benötigt. Über 20 Krankenhäuser in Vietnam wurden bereits mit CPAP-Geräten ausgerüstet, außerdem haben internationale Fachleute dort mehrere Schulungen zu Themen bezüglich der Gesundheit der Neugeborenen abgehalten. 

Dr. Steven Ringer, Leiter der Neonatologie des Brigham and Woman’s Hospital der Harvard Medical School, ist bereits neun Mal nach Vietnam gereist, um sich als Freiwilliger des Projekts Vietnam, eines internationalen Gesundheitsprogramms der American Academy of Pediatrics, an Schulungen zu beteiligen. Dr. Ringer beurteilt den Fortschritt, den er in Krankenhäusern in ganz Vietnam feststellt, äußerst positiv. Er ist der leitende Spezialist der Neugeborenenpflege-Initiative, die im März 2005 von den Partnern EMW, ICAN und Projekt Vietnam gestartet wurde, um lebensrettende medizinische Dienste für Babys in den ländlichen Gebieten Vietnams zu entwickeln.

Bei der Evaluierung des Allgemeinen Krankenhauses Binh Duong stellte das Projektteam den ausgeprägten Wunsch fest, die Versorgung der kleinsten Patienten zu verbessern. 2004 wurden in dem Krankenhaus über 8.500 Babys entbunden, und davon benötigten 3.200 spezielle medizinische Pflege. Zur ihrer Rettung braucht die Neugeborenenstation mehr als bloß CPAP-Geräte.

Weitere Informationen zu den an der Neugeborenenpflege-Initiative beteiligten Organisationen finden Sie unter

www.eastmeetswest.org und www.projectvietnam.net.

Die Messer Gruppe

Messer zählt zu den führenden Industriegaseunternehmen und ist in 33 Ländern in Europa und Asien und in Peru mit mehr als 60 operativen Gesellschaften aktiv. Die internationalen Aktivitäten werden aus dem Raum Frankfurt am Main gelenkt, die Steuerung der technischen Zentralfunktionen Logistik, Engineering und Produktion sowie Anwendungstechnik erfolgt aus Krefeld. Etwa 4400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2004 einen konsolidierten Umsatz von über 500 Mio. Euro.

Von Acetylen bis Xenon bietet die Messer Gruppe ein Produktportfolio, das als eines der größten im Markt gilt – das Unternehmen produziert Industriegase wie Sauerstoff, Stickstoff, Argon, Kohlendioxid, Wasserstoff, Helium, Schweißschutzgase, Spezialgase, medizinische Gase und viele verschiedene Gasgemische.

In modernsten Kompetenzzentren für Forschung und Entwicklung entwickelt die Messer Gruppe Anwendungstechnologien für den Einsatz von Gasen in fast allen Industriebranchen, in der Lebensmitteltechnik, Medizin sowie Forschung und Wissenschaft.

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