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Das Jahr 2007

Trotz einer über den Jahresverlauf betrachtet ambivalenten Entwicklung, erwies sich die Weltwirtschaft 2007 alles in allem krisenresistent: das globale Bruttoinlandsprodukt erreichte mit rund 5 Prozent eine stabile Zuwachsrate. Nach drei schwungvollen Quartalen verlor die Weltwirtschaft im letzten Vierteljahr erheblich an Schubkraft. Die „Subprime-Krise“ in den USA und die wachsende Unruhe an den Finanzmärkten, der starke Anstieg des Ölpreise sowie die steigenden Preise von Nahrungsmittel trafen vor allen Dingen die amerikanische Wirtschaft, die mit 2,2 Prozent schwächer wuchs als im Vorjahr (2,9 Prozent). Die Ausläufer der Krise trafen auch den Euro-Raum, der sein BIP zwar insgesamt um 2,6 Prozent steigerte, bei der gesamtwirtschaftlichen Produktion allerdings im vierten Quartal gleichfalls rückläufige Ergebnisse zu vermelden hatte. Dagegen blieben, so die Analysten der Deutschen Bundesbank, die „Schwellen- und Rohstoffländer weiterhin auf steilem Expansionskurs“, was ebenso für die Volksrepublik China mit einem neuerlichen Wachstum des BIP von 11,4 Prozent und den osteuropäischen Raum gilt.

Die deutlich „moderatere Gangart im Euro-Raum“ war nach Meinung der Deutschen Bundesbank in erster Linie „der Wachstumsverlangsamung in Deutschland und Frankreich geschuldet“. Dabei deckte sich der Konjunkturverlauf in der Bundesrepublik mit den Rhythmen der Weltwirtschaft. Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen (+0,7 Prozent im Sommerquartal) wuchs die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal verhaltener (+0,3 Prozent), um schließlich im Jahresdurchschnitt ein BIP-Zuwachs von 2,5 Prozent zu erreichen. Die Gründe für den Abschwung in den letzten drei Monaten lagen in den schwachen Bauinvestitionen, in der schwachen Inlandsnachfrage, die auch die Einfuhren bremste und in einem dürftigen privaten Konsum. Zufrieden durften die chemische Industrie und der Maschinenbaubranche sein, die ihre Produktion gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent bzw. um sogar 9,5 Prozent steigerten.

GB07 Geschäftsbericht 2007