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Das Jahr 2003

Der Aufschwung der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr – nach wenig verheißungsvollen ersten sechs Monaten – ließ die globale Wertschöpfung insgesamt um 3,9 Prozent steigen. Beachtliche Wachstumsziffern erzielten dabei die USA (3,1 Prozent), Japan (2,7 Prozent), die Republik Korea (3,1 Prozent) und die GUS-Staaten (7,6 Prozent). Die weltweite Expansion des produzierenden Sektors (als außerordentlich umsatzstark erwies sich die Informationstechnologie) wurde besonders von den ostasiatischen Staaten China, Japan und Südkorea getragen.

In der Bundesrepublik blieb die gesamtwirtschaftliche Situation allerdings prekär und (ähnlich wie im gesamten „Euroland“) weiterhin durch Krisensymptome bestimmt. Die Investitionen der Unternehmen sowie der öffentlichen Hand fielen unter dem Eindruck geringer Gewinnerwartungen schwach aus, die Binnennachfrage und die privaten Konsumausgaben stagnierten, die Zahl der Firmeninsolvenzen nahm zu, zahlreiche Aktienkurse fielen, die Energiepreise (insbesondere für Rohöl) blieben durchgehend auf einem hohen Niveau, die Zahl der Erwerbstätigen ging zurück. Auch ein Außenhandelsüberschuss von 130 Mrd. Euro konnte die schwache Konjunktur nicht nennenswert stimulieren. Die Konsequenz: Das Bruttoinlandsprodukt fiel erstmals seit 1993 um –0,1 Prozent. Die gesamte deutsche Industrie erhöhte ihre Umsätze um nur 0,6 Prozent, was allerdings – werden die Preisveränderungen mitberücksichtigt – de facto einem leichten Rückgang gleichkam. Abermals waren die Bau- und Bekleidungsindustrie, der Bergbau und die Verlagsbranche von der Rezession betroffen. Weniger durchgreifend wurde die chemische Industrie von der Stagnation erfasst, die ihren Umsatz immerhin um 1,6 Prozent steigerte und vor allem den Auslandsumsatz um 2,1 Prozent verbesserte. Im Maschinenbau konnte die gute Nachfrage im Ausland (die Auslandsumsätze stiegen um 1,4 Prozent) gerade nach High-Tech-Erzeugnissen nicht verhindern, dass die Branche das Jahr mit einem Umsatzrückgang von 0,2 Prozent abschloss.

Geschäftsbericht 2003