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Das Jahr 2002

Die weltwirtschaftliche Entwicklung blieb 2002 von zahlreichen Ambivalenzen, von Höhen und Tiefen, bestimmt. Den Krisen im letzten Quartal 2001 schloss sich im ersten Halbjahr 2002 zunächst ein spürbarer Aufschwung an, der allerdings in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Kraft verlor. Die globale Wertschöpfung nahm zwar um 3 Prozent zu, erreichte aber erneut nicht mehr die Durchschnittszahlen der 1980er- und 1990er-Jahre. Die eigentlichen „Triebmotoren“ des weltweiten Wachstum waren abermals die Volkswirtschaften des ehemaligen Ostblocks, der Schwellenländer Ost- und Südostasiens, sowie der USA. Westeuropa, Japan, Lateinamerika und Afrika trugen hingegen wenig zum globalen Wachstum bei. Die Ursachen für das verhaltene weltwirtschaftliche Wachstum waren vielfältig. Institutionen und handelnde Akteure zeigten sich nach dem Anschlägen vom 11. September unverändert irritiert von der offenkundigen Gefahr terroristischer Gewaltakte sowie regionaler militärischer Konflikte wie etwa in den vorderasiatischen Ländern Irak, Palästina oder Afghanistan. Die Unruhe auf den Finanzmärkten und der Niedergang diverser Aktienkurse trübten ebenso das weltwirtschaftliche Klima wie die breite öffentliche Debatte über gefälscht Bilanzen und fehlerhafte Wirtschafsprüfungen großer Konzerne.

Die schwache Nachfrage im Inland und ein, im historischen Zeitverlauf betrachtet, eher geringes Wachstum der Exportwirtschaft von 2,6 Prozent bremsten die konjunkturelle Erholung in der Bundesrepublik, die ein Wirtschaftswachstum von nur 0,2 Prozent erzielte. Die Bruttoanlageninvestitionen schrumpften um weitere 6,8 Prozent, die Investitionen in die Ausrüstungen gar um 9,4 Prozent. Im produzierenden Gewerbe waren zahlreiche Branchen (insbesondere die Textil-, Bau- und Druckindustrie sowie die Elektrotechnik) von rückläufigen Umsatzziffern betroffen. Einbußen im Umsatz musste auch die chemische Industrie hinnehmen (-0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), die jedoch ihre Exporte leicht um 0,5 Prozent erhöhte. Die guten Umsätze im Ausland sorgten auch im Maschinenbau dafür, dass die Branche insgesamt ein leichtes Umsatz-Plus von 0,3 Prozent zu verzeichnen hatte. Das Jahr 2002 brachte schließlich für alle Bundesbürger einen wichtigen Einschnitt: Am 1. Januar wurde das Euro-Bargeld eingeführt.

Geschäftsbericht 2002

Konzernabschluss 2002