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Das Jahr 1997

Bis in den Herbst hinein zeichnete sich die Weltwirtschaft durch hohe Wachstumsraten aus und erzielte im Jahresdurchschnitt eine Zuwachsrate des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 4 Prozent und des gesamten Welthandels von 9,4 Prozent. Das globale Gesamtwachstum wurde hauptsächlich von den USA, Kanada, expandierenden Volkswirtschaften in Westeuropa wie Finnland, Spanien und den Niederlanden sowie auch noch von asiatischen Boommetropolen wie Taiwan, Singapur oder Südkorea getragen. Im vierten Quartal deuteten sich allerdings erste Turbulenzen in den Wirtschafts- und Finanzsystemen Ostasiens an, die im folgenden Jahr in eine durchgreifende Rezession münden sollten.

Die erneut florierenden Ausfuhren und eine hohe Investitionsbereitschaft in der exportorientierten Industrie waren dafür verantwortlich, dass die Bundesrepublik ihr reales Bruttoinlandsprodukt um 2,8 Prozent vermehrte. Das verarbeitende Gewerbe (produzierendes Gewerbe ohne die Bauwirtschaft) legte bei den Umsätzen um 4,3 Prozent zu – ein bemerkenswertes Ergebnis, dass in vielen Branchen auf Produktionssteigerungen durch Automatisierungsprozesse, Abbau von Arbeitskräften und verhaltenen Lohnerhöhungen beruhte. Alle Maßnahmen trugen dazu bei, die Lohnstückkosten in der Industrie abzubauen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die passable Nachfrage nach innovativen Produkten, eine erhöhte Produktivität und konkurrenzfähige Preise halfen der chemischen Industrie, sich aus einer Phase der Stagnation zu befreien und ihre Umsätze um 7 Prozent zu erhöhen. Robust präsentierte sich auch der Maschinenbau, der über den Abbau von Beschäftigten Personalkosten dämpfte, seine Exportquote steigerte (über 60 Prozent) und am Jahresende ein Umsatz-Plus von ca. 4 Prozent meldete.

Geschäftsbericht 1997