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Das Jahr 1996

Nach Auffassung der Deutschen Bundesbank stand die Weltwirtschaft, die 1996 global um 4 Prozent wuchs, „im Zeichen eines insgesamt verbesserten [...] Umfelds“. Die westlichen Industriestaaten kamen im Durchschnitt auf ein Wachstum von 2 Prozent, das leicht unter dem Vorjahresergebnis lag (2,3 Prozent). Die nachhaltigsten Wachstumsschübe gab es erneut in den Entwicklungs- und Schwellenländern Ost- und Südostasiens, die auf eine extrem beschleunigte Industrialisierung, die staatlich geförderte Expansion von Unternehmen, den Export von Fertigwaren in westliche Industriestaaten und auf die Direktinvestitionen westeuropäischer Firmen setzten, die ihre Chancen im asiatisch-pazifischen Raum nutzen wollten. Die Wachstumsraten der „Dynamic Asian Economies“ erreichten auch 1996 beträchtliche Werte und bewegten sich zwischen 4,5 Prozent in Hongkong und 9,7 Prozent in der VR China (Thailand: 6,7 Prozent; Singapur: 7 Prozent; Südkorea: 7,1 Prozent; Indonesien: 7,8 Prozent; Malaysia: 8,4 Prozent; Vietnam: 9,5 Prozent).

In der Bundesrepublik blieb die Wirtschaft auf einem bescheidenen Wachstumskurs und kam zu einem leichten Anstieg ihres Bruttoinlandsprodukts (+1,4 Prozent). Nicht gut war es um die Industrieproduktion bestellt, die sich einer ungenügenden Investitionsbereitschaft der Unternehmen gegenüber sah, einen schwachen Absatz im Inland auch bei Verbrauchsgütern verzeichnen musste und im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent abnahm. Alleine das Baugewerbe hatte ein Umsatz-Minus von annähernd 10 Prozent zu Buche stehen. Einen schweren Stand hatten auch die chemische Industrie, die Umsatzeinbußen von ca. 3 Prozent hinnehmen musste, und der Maschinenbau, der auf den Auslandsmärkten die günstig produzierende Konkurrenz aus Ostasien sowie den USA zu spüren bekam und den Gesamtumsatz lediglich um ca. 2 Prozent verbesserte.

Jahresabschluss 1996