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Das Jahr 1995

Mit einem Wachstum von 3,5 Prozent bewegte sich die Weltwirtschaft auf dem Niveau des Vorjahres. Kennzeichnend blieben die Disparitäten zwischen den großen Wirtschaftsregionen: Verlor die Wirtschaft in den westlichen Industriestaaten im Jahresverlauf an Fahrt (um schlussendlich einen Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts von 2 Prozent zu erzielen), boomten die Volkswirtschaften in den Schwellenländern Ost- und Südostasiens, die ihre Wirtschaftsleistung gemeinsam um 7 Prozent zu vermehren. Die Globalisierung drückte der Weltwirtschaft weiter ihren Stempel auf, beschleunigte sich Mitte der 1990er-Jahre noch einmal und spiegelte sich bereits in den nüchternen ökonomischen Daten zur Entwicklung des Welthandels wider: zwischen 1975 und 1995 nahm der Anteil des globalen Exports von Waren an der Weltgüterproduktion von etwa 10 Prozent auf 20 Prozent zu.

In der Bundesrepublik erwies sich die Hoffnung, die schwere Rezession der frühen 1990er-Jahre endgültig überwinden zu können, als zu optimistisch. Das Wirtschaftswachstum bewegte sich wieder leicht nach unten und betrug nur knapp 2 Prozent, während die Industriegüterproduktion nach Einbrüchen in der zweiten Jahreshälfte ein Plus von lediglich 0,5 Prozent zu verzeichnen hatte. Die hohe Bewertung der D-Mark belastete das traditionelle Exportgeschäft, die Unternehmen verzichteten darauf, ihre Investitionen in Deutschland zu erhöhen, die Zahl der insolventen Firmen stieg, die Arbeitslosigkeit nahm nochmals zu. In der chemischen Industrie stiegen die Umsatzziffern leicht an (Gesamtumsatz 1995: 234,6 Mrd. DM), wobei der Umsatz in den Betrieben der ehemaligen DDR nach ihrer organisatorischen Restrukturierung und technischen Modernisierung erstmals größer war als in den „alten“ Bundesländern. Der Maschinenbau erlebte wie im Vorjahr eine Phase der leichten Erholung und vermeldete am Jahresende eine mäßige Umsatzsteigerung.

Geschäftsbericht 1995