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Das Jahr 1994

Die Belebung der Konjunktur in Nordamerika, Westeuropa und Japan, das starke Wachstum der Wirtschaft in den Schwellenländern, niedrige Rohstoffpreise, aber auch abnehmende Wirtschaftsleistungen etwa in Afrika oder in einzelnen Ländern der osteuropäischen Reformstaaten, wo die Industrieproduktion bedenklich sank, prägten die Entwicklung der Weltwirtschaft, die mit 3,7 Prozent so stark wuchs, wie in den vergangenen fünf bis sechs Jahren nicht mehr.

In der Bundesrepublik folgte der tiefgreifenden Krise die langsame Erholung. Die rege Nachfrage aus dem Ausland und die gute Konjunktur im Baugewerbe waren hauptsächlich dafür verantwortlich, dass sich das Bruttoinlandsprodukt wieder um 2,9 Prozent erhöhte. In Westdeutschland zog die Exportnachfrage spürbar um 7,7 Prozent an, während die Unternehmen bei ihren Anlageninvestitionen immerhin um 1,2 Prozent zulegten. Die fortschreitende Privatisierung und die beträchtlichen öffentlichen Transferleistungen von West nach Ost trieben in Ostdeutschland den Aufholprozess voran. Die Baubranche verzeichnete 25,4 Prozent und das produzierende Gewerbe 16,9 Prozent mehr Aufträge als 1993. Dennoch blieb im gesamten Bundesgebiet die Arbeitslosigkeit (die Statistik zählte 3,7 Millionen Personen ohne Arbeit) und die zahlreichen Zusammenbrüche von Unternehmen (rund 25.000 Firmen dürften im Bundesgebiet betroffen gewesen sein) besorgniserregend. Die chemische Industrie zog am Jahresende eine zwiespältige Bilanz. Zum einen signalisierte die Umsatzsteigerung von 6,4 Prozent ein Ende der Krise; zum anderen führten Rationalisierungsstrategien zu einem weiteren Abbau der Beschäftigtenzahl, die in der Chemiebranche zwischen 1992 und 1994 von 654.800 auf 561.000 sank. Ein ähnliches Bild gab der deutschen Maschinenbau ab, der einerseits von der anziehenden Konjunktur im In- und Ausland profitierte und seine Umsätze um 2,3 Prozent erhöhte, andererseits sein Personal von 1,12 Millionen (11993) auf 947.700 am Jahresende reduzierte.

Geschäftsbericht 1994