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Das Jahr 1990

Gegenüber den ausgehenden 1980er-Jahren verlor das Wachstumstempo der Weltwirtschaft weiter an Beschleunigung. Nachdem sich die globalen Rahmenbedingungen im Jahresverlauf - u.a. durch die militärischen Konflikte am Persischen Golf – verdüsterten, stand am Jahresende ein weltweites Wachstum von real 2,2 Prozent zu Buche. Im Kreis der Industrieländer gehörten die USA, Kanada, Großbritannien, Italien, Schweden und Frankreich zu den Ländern mit schwächeren Wachstumsziffern. Japan, Belgien, die Niederlande und auch die Bundesrepublik schrieben 1990 hingegen überdurchschnittliche Zuwachsraten.

Da der Außenhandel Rekordbilanzen vorlegte, die inländischen Investitionen Spitzenwerte erreichten (die Anlageninvestitionen erhöhten sich um 12,4 Prozent, die Bauinvestitionen um 11,4 Prozent, die Ausrüstungsinvestitionen um 7,1 Prozent), der Privatkonsum um 4,4 Prozent nachhaltig zulegte, die Preise stabil blieben und die bevorstehende Wiedervereinigung (sowie die Öffnung zahlreicher RGW-Staaten im Zusammenhang der „Wende“ in Osteuropa) die Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern belebte, gab die westdeutsche Wirtschaft ein ausgesprochen gutes Bild ab. Das reale Bruttosozialprodukt nahm um 4,5 Prozent zu – eine Zuwachsrate, die in der Bundesrepublik seit 1979 nicht mehr erzielt worden war.

Die starke Binnennachfrage hielt auch das produzierende Gewerbe in der Erfolgsspur, das seine Umsätze real um ca. 4,5 Prozent nach oben drückte. Die chemische Industrie in Deutschland fügte sich in die weltweit nicht einfache Situation der Branche ein (die in zahlreichen Ländern z.B. von der schwachen Nachfrage im Kraftfahrzeugbau und in der Textilindustrie betroffen wurde) und mit 1,6 Prozent ein geringeres Wachstum als im Vorjahr erreichte. Das rege Interesse u.a. an Werkzeug-, Druck-, Papier- und Textilmaschinen hielt dagegen den Maschinenbau auf Kurs, der ein Umsatz-Plus von 8,3 Prozent erwirtschaftete.

Geschäftsbericht 1990