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Das Jahr 1987

Die Weltwirtschaft stand auch 1987 im Zeichen eines insgesamt mäßigen – aber weiterhin andauernden - Wachstums von rund 3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr zog allerdings die Industrieproduktion weltweit wieder an und stieg in den westlichen Industriestaaten um 3 Prozent. Dennoch sah die Deutsche Bundesbank genügend Gründe, um vor „langfristigen Verwerfungen in der Weltwirtschaft“ zu warnen. Als Gefahren für die strukturelle Stabilität der globalen Ökonomie machten die Sachverständigen „die anhaltenden Ungleichgewichte unter den großen Industrieländern“, den „zeitweise drastischen Rückgang des Dollar-Kurses“, den „Einbruch an den internationalen Aktienmärkten“ und die „ungelösten Schuldenprobleme von Entwicklungsländern“ aus.

Als wichtige Merkmale der deutschen Wirtschaft im Jahr 1988 stellte das Bundesministerium für Wirtschaft in seinem Jahreswirtschaftsbericht u.a. das erneut stabile Wachstum, das allerdings mit real 1,7 Prozent schwächer als in den vergangenen Jahren ausfiel, die hohe Preisstabilität bei den Lebenshaltungskosten (+0,2 Prozent), die Zunahme des privaten Verbrauchs (+3 Prozent) und den hohen Außenhandelsüberschuss heraus. Während sich die chemische Industrie weltweit auf einem Wachstumspfad bewegte, legte die Branche in Deutschland mit einem Umsatzzuwachs von 0,2 Prozent eher eine bescheidene Kennziffer vor. Am stärksten wurden Kunststoffe, organische Industriechemikalien, „Beauty-Produkte“ sowie Foto- und Klebestoffe nachgefragt. Hingegen traten die Geschäfte mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln auf der Stelle. Da sich die DM im Jahresverlauf auf den Finanzmärkten verteuerte, hatte der Maschinenbau Einbußen im Export hinzunehmen, der seine Umsätze aber immerhin noch um 2,2 Prozent steigerte.

Geschäftsbericht 1987