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Das Jahr 1986

Der Trend zu einem maßvollen Wachstums (+2,5 Prozent) bei auffälligen länderspezifischen Unterschieden bestimmte auch 1986 die Entwicklung der Weltwirtschaft. In den OECD-Staaten zeichneten sich die Volkswirtschaften durch einen gleichfalls gemäßigten Anstieg des Bruttosozialprodukts (ebenfalls +2,5 Prozent), eine leicht erhöhte Inlandsnachfrage, eine mäßige Zunahme des Außenhandels, der im Zeichen von Kursverlusten des US-Dollars stand, einen kaum spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit und geringen Inflationsraten aus. Dynamischer entwickelten sich manche „Schwellenländer“: So gelang es in der VR China, die Industrieproduktion um 11,1 Prozent zu erhöhen und in der Republik China/Taiwan ein (hauptsächlich auf den Industriegüterexport gestütztes) gesamtwirtschaftliches Wachstum von 10,8 Prozent zu erzielen.

In der Bundesrepublik blieb das Wirtschaftswachstum mit real 2,4 Prozent nahezu konstant. Charakteristisch waren ferner der bemerkenswert anziehende private Verbrauch, Preisstabilität, eine verminderte Staatsquote, aber auch ein wenig veränderte Arbeitslosenzahl von 2,22 Mill. (1985: 2,38 Mill.) und weiterhin kaum sinkende Firmeninsolvenzen (1986: 18.840; 1985: 18.870). In der Industrie gelang es allerdings nur dem Verbrauchsgüter produzierenden Gewerbe einen größeren Umsatz als im Vorjahr zu erwirtschaften (+1,8 Prozent). Da sich die Grundstoff- und Produktionsgüterindustrie weniger zufriedenstellend entwickelten, halbierte sich das Produktionswachstum des gesamten sekundären Sektors (+2,5 Prozent).

Auch wenn die gute Konjunktur in der KFZ- und Textilindustrie sowie die fallenden Preise für Rohstoffe wie Erdöl und Kohle global für ein solides Wachstum der chemischen Industrie sorgten, blieben die deutschen Unternehmen von den hohen Zuwachsraten der vergangenen Jahre entfernt und hatten eine – den Preissenkungen geschuldeten – Umsatzeinbuße von 5,4 Prozent zu verzeichnen. Die hohe Nachfrage im Geschäftssegment Werkzeugmaschinen garantierte hingegen dem deutschen Maschinenbau ein überdurchschnittliche Zunahme des Umsatzes von 3,7 Prozent. Ebenfalls um 3,7 Prozent nahm auch die Zahl der Beschäftigten im Maschinenbau zu, der damit seine Position als personalstärkste Industriebranche in der Bundesrepublik unterstrich.

Geschäftsbericht 1986