Messer - Global Site - Gase und Know-how für ihren Erfolg.
English Deutsch

Das Jahr 1982

Die Weltwirtschaft erlebte 1982 die schwerste Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Unzureichendes Wirtschaftswachstums, hohe Arbeitslosenquoten, eine rückläufige Industrieproduktion, abnehmende Investitionen, die wachsende Staatsverschuldung und ungünstige Leistungsbilanzen der Außenwirtschaft bestimmten die ökonomische Entwicklung in den westlichen Industriestaaten. Ein nennenswertes Wachstum des realen Bruttosozialprodukts (+2,7 Prozent) und der Industrieproduktion (+1,1) erreichte unter den führenden industrialisierten Nationen nur Japan.

Im Fahrwasser der globalen Rezession wurde auch die Bundesrepublik 1982 von einer „schwerwiegenden Wachstums- und Beschäftigungskrise“ eingeholt, wie das Bundesministerium für Wirtschaft die ökonomische Lage in ihrem Jahreswirtschaftsbericht zusammenfassend beschrieb, in dem es zu den Gründen heißt: „Diese Wirtschaftsschwäche ist einmal beeinflusst von weltwirtschaftlichen Herausforderungen und Schwierigkeiten, zum anderen durch Fehlentwicklungen im Inland. [...] Die notwendigen Anpassungen an die weitreichenden Veränderungen der weltwirtschaftlichen Angebots-, Nachfrage- und Kostenstrukturen erfolgten schon seit längerem nicht mehr so reibungslos wie früher. Vor allem die Innovationen und Investitionen kamen nicht in dem Maße voran, wie dies zur Schaffung [...] einer ausreichenden Zahl von Arbeitsplätzen dringend geboten wäre“.

Da der starke Rückgang der Binnennachfrage vor allem in der zweiten Jahreshälfte zu Einbrüchen in der Wirtschaftsleistung führte, blieb ein Zuwachs des Bruttosozialprodukts aus (-0,6 Prozent). Das Produktionsergebnis der Industrie ging um 3,1 Prozent zurück, die Zahl der Insolvenzen erreichte mit fast 15.900 eine neuen Höchststand, die Zahl der Arbeitslosen stieg weiter auf 1.833.000. Die schwere Rezession verschonte auch die chemische Industrie nicht, die nur noch auf eine Kapazitätsauslastung von ca. 70 Prozent kam und - bei einem nominalen Plus von 2,7 Prozent – einen reale Umsatzrückgang vermelden musste. Der deutsche Maschinenbau hielt seine Umsätze recht stabil und behauptete seine Position als weltweit größter Maschinenexporteur.

Geschäftsbericht 1982