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Das Jahr 1981

Weltweit bestimmten im Gefolge der kräftig gestiegenen Energiekosten und der Hochzinspolitik in den Vereinigten Staaten abnehmende Wirtschaftsleistungen, steigende Inflationsraten und wachsende Arbeitslosenzahlen die Entwicklung der Volkswirtschaften. Die OECD-Staaten kamen letztlich 1981 nicht über ein durchschnittliches Wachstum des Bruttosozialprodukts von 1,2 Prozent hinaus. Für die globale Industrieproduktion waren in nahezu allen industrialisierten Staaten stagnierende oder rückläufige Produktionsziffern charakteristisch. Lediglich in Japan erreichte die Industrie mit 4 Prozent eine starke Wachstumsrate.

In vielfacher Abhängigkeit zur weltwirtschaftlichen Entwicklung stehend, gelang es der Bundesrepublik nicht, sich aus der ökonomischen Talsohle zu befreien. Der private Verbrauch und die Investitionen sowohl der privaten Unternehmen als auch der öffentlichen Hand verminderten sich deutlich, die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen erhöhte sich auf 1,27 Millionen. Da die Konjunktur besonders im ersten Halbjahr einbrach, stieg das reale Bruttosozialprodukt um kaum nennenswerte 0,2 Prozent. Alleine die gute Lage der Exportwirtschaft, die von einer realen Abwertung der DM profitierte, verhinderte weitere volkswirtschaftliche Schäden. Das produzierende Gewerbe (Industrie, Handwerk, Bergbau) stand im Vergleich zu anderen westlichen Industriestaaten noch recht gut da und verzeichnete Produktionsrückgänge um 1,8 Prozent. Die hohen Rohstoff- und Energiekosten, Überkapazitäten in einigen Produktionszweigen und höhere Kosten durch den steigenden Dollar-Kurs beeinflussten nicht nur die Ergebnisse der chemischen Industrie in Deutschland, die ihre Umsätze real um nur 2 Prozent erhöhte. Überdies mussten sich die deutschen Chemieunternehmen auf den Weltmärkten verstärkt mit neuen Konkurrenten aus Spanien, Saudi-Arabien, Mexiko oder Jugoslawien auseinandersetzen. Neue Branchenkonkurrenz etwa in Taiwan, Südkorea oder Brasilien setzte auch dem deutschen Maschinenbau zu, der seine Umsätze ebenfalls nur leicht steigerte (1980: 122,78 Mrd. DM; 1981: 125,61 Mrd. DM).

Geschäftsbericht 1981