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Das Jahr 1975

Die im Winter 1974/1975 einsetzende weltweite wirtschaftliche Talsohle reichte weit bis in das Jahr 1975 hinein. Das Bruttosozialprodukt der OECD-Staaten verminderte sich real um 2 Prozent, die Industrieproduktion stagnierte weltweit oder blieb deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück. Den stärksten Rückgang des Bruttosozialprodukts hatten unter den OECD-Ländern die Schweiz, Italien, Irland und auch die Bundesrepublik hinzunehmen. Alleine Norwegen, Japan und Schweden erzielten noch reale Zuwächse.

Entgegen den optimistischen Prognosen zahlreicher Wirtschaftsinstitute, die auf die Kraft der wirtschaftspolitischen Maßnahmen und eine als bald erhöhte Nachfrage vertrauten, traf die Rezession die Bundesrepublik „im Jahr der Fehlprognosen“, so das „Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung“ in seinen Wochenberichten, mit ganzer Wucht. Das reale Bruttosozialprodukt sank um 3,4 Prozent, die industrielle Produktion ging nach massiven Einbrüchen vor allem im ersten Halbjahr insgesamt um rund 7 Prozent zurück und die Arbeitslosenquote erreichte mit 4,8 Prozent nicht mehr für mögliche gehaltene Rekordhöhen. Der Gesamtumsatz des industriellen Sektors, der 6,5 Prozent weniger Personen als im Vorjahr mit Arbeit versorgte, entwickelte sich seit der eher noch leichten Flaute 1967 erstmals auch nominal rückläufig (-3 Prozent). Von der tiefen Krise waren besonders die Produktionsgüter- und Grundstoffindustrien betroffen (-13 Prozent), während die Verbrauchsgüter-, Nahrungs- und Genussmittelindustrie noch vergleichsweise ungeschoren davon kam. In der chemischen Industrie gingen die Umsätze um empfindliche 13,3 Prozent zurück, im Maschinenbau fiel die Nettoproduktion um 7,7 Prozent.

Geschäftsbericht 1975