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Das Jahr 1968

Abermals wurde die Weltwirtschaft von signifikanten Differenzen zwischen den Regionen geprägt. Eine gute Konjunktur bestimmte das Wirtschaftsleben in Japan, Deutschland, Frankreich, Schweden oder auch den Beneluxländern, während etwa die Wirtschaft in den USA im ersten halben Jahr expandierte, um sich in den zweiten sechs Monaten abzuschwächen. Allerdings erzielten die meisten Industrieländer in der Produktion und ihrer Produktivität beachtliche Zuwächse. So zog die industrielle Erzeugung am stärksten in Japan an (+17,5 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgten die Bundesrepublik (+11,7 Prozent), die Niederlande (10,9 Prozent), Italien (+6,3 Prozent), Belgien (+6,2 Prozent), Schweden (+5,4 Prozent) und Kanada (+5 Prozent).

Der Bundesrepublik gelang es sehr schnell, die ökonomische Krise der Jahre 1966/67 zu überwinden und befand sich in den nächsten fünf Jahren wieder auf einem Wachstumskurs. Das reale Bruttosozialprodukt, das im Vorjahr erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik negativ ausfiel, schnellte auf einen Zuwachs von 6,6 Prozent nach oben, die Anlageinvestitionen nahmen wieder um 12,1 Prozent zu (ein Wert, der seit 1955 nicht mehr erreicht wurde), die Nachfrage im Inland belebte sich und füllte die Auftragsbücher der Industrie, die ihrem Gesamtumsatz um 14,5 Prozent erhöhte. Die Unternehmensgewinne lagen um 16,8 Prozent höher als 1967 und auch der private Verbrauch mehrte sich um 5,4 Prozent. Das Produktionsergebnis pro Beschäftigten nahm in der chemischen Industrie, die ihre Nettoumsätze leicht von 9,9 auf 10,3 Milliarden DM steigerte, um 15,2 Prozent und im Maschinenbau, der bei den Nettoumsätzen annährend stagnierte (1967: 10,7 Mrd. DM; 1968: 10,4 Mrd. DM), um 4,7 Prozent zu.

Geschäftsbericht 1968