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Das Jahr 1965

In den Industriestaaten hielt – bei länderspezifischen Unterschieden – der Trend zu einem weiteren Wachstum der wirtschaftlichen Leistungskraft an. In den USA belebte sich die Konjunktur, Frankreich und Italien zeigten sich besonders in der zweiten Jahreshälfte wirtschaftlich erholt, in Großbritannien bestimmten dagegen konjunkturelle Stagnation sowie ein Anstieg der Preise die gesamtwirtschaftliche Bilanz.

Ohne die starken Zuwächse des Vorjahres zu erreichen, setzte sich in der Bundesrepublik das stabile Wachstum fort. Die reale Zunahme des Bruttosozialprodukts um 5,3 Prozent lag deutlich über dem EWG-Durchschnitt von 3,7 Prozent. Die Erhöhung der Industrieproduktion von 6,4 Prozent entsprach dagegen nicht ganz dem Mittelwert im EWG-Raum (+6,7 Prozent), übertraf aber immerhin leicht das industrielle Wachstum in den USA (+6,1 Prozent). In jenem Jahr, in dem die Adolf Messer GmbH mit Teilen der Knapsack-Griesheim AG zur Messer Griesheim GmbH fusionierte, spielten die großen deutschen Konzerne, die aus der Entflechtung der IG-Farben hervorgegangen waren, im Kreis der weltweit größten Chemieunternehmen wieder in vorderer Reihe mit. Die Leverkusener Bayer AG (Umsatz 1965: 5,39 Mrd. DM), die Farbwerke Hoechst (5,24 Mrd. DM) und die BASF (4,05 Mrd. DM) brachten zusammen zwei Fünftel des Branchenumsatzes auf, der sich um rund 8,8 Prozent erhöhte. Im Exportgeschäft – die wichtigsten Abnehmer blieben die Staaten der EWG - dominierten unverändert die Industriechemikalien. Der Maschinenbau als größter Industriezweig war gegenüber dem Vorjahr wieder auf dem Vormarsch und steigerte seine Produktion um ca. 10 Prozent.

Geschäftsbericht 1965