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Das Jahr 1964

In den nichtkommunistischen Staaten Europas nahm das Bruttosozialprodukt allenthalben stärker zu als im Jahr zuvor und erreichte einen Zuwachs von rund 5 Prozent. Von Italien abgesehen, nahm ferner die industrielle Produktion überall zu. Die schwache Konjunktur Italiens sowie Frankreichs waren maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich das durchschnittliche Wachstum in der EWG gegenüber den vergangenen zwölf Monaten verlangsamte.

In der EWG nahm die Volkswirtschaft der Bundesrepublik, die sich gegenüber dem Vorjahr wieder kräftiger entwickelte, eine Spitzenposition ein. Die westdeutsche Zuwachsrate des realen Bruttosozialprodukts von 6,5 Prozent wurde 1964 von keinem anderen Mitgliedsstaat erreicht. Darüber hinaus hatte die Bundesrepublik den geringsten Preisanstieg und als einziger EWG-Staat hohe Ausfuhrüberschüsse vorzuweisen. Westdeutschland behauptete im Welthandel mit einer um 11,3 Prozent gestiegenen Ausfuhr seinen zweiten Platz hinter den USA. Bemerkenswert waren ferner der sprunghafte Anstieg des privaten Verbrauchs um rund 8 Prozent und die hohen Anlageinvestitionen, die um 14,3 Prozent zunahmen. Die Industrieproduktion nahm insbesondere im zweiten und vierten Quartal deutlich zu. Der Gesamtumsatz in der chemischen Industrie wuchs um rund 10 Prozent, wobei die Produktion von Kunststoffen nicht nur in der Bundesrepublik deutlich expandierte. Bei den Ausfuhren, die sich um etwa 14 Prozent erhöhten, standen die Industriechemikalien vor Kunststoffen und Pharmazeutika an der ersten Stelle. Im Maschinenbau verringerte sich die Produktionsmenge um 3,3 Prozent, ihre Wert nahm allerdings um 0,2 Prozent ab. Da sich der Export in die EWG beschleunigte, stieg die Gesamtausfuhr der Branche um 6,6 Prozent an.

Geschäftsbericht 1964