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Das Jahr 1963

Für das Jahr 1963 stellte die „Bank für Internationalen Zahlungsausgleich“ der Weltwirtschaft ein „allgemein zufriedenstellendes“ Zeugnis aus. In der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) nahm das Bruttosozialprodukt seit ihrem Start 1958 um ca. 30 Prozent (USA: 22 Prozent, Großbritannien: ca. 16 Prozent) und die industrielle Erzeugung um 41 Prozent (1963: 6,6 Prozent) zu.

Nachdem die Bundesrepublik seit den frühen 1950er-Jahren eine Periode stürmischen ökonomischen Wachstums erlebte und das „Wirtschaftswunder“ das Bruttosozialprodukt zwischen 1955 und 1958 jährlich im Durchschnitt um 7,2 Prozent und zwischen 1959 und 1963 um 5,7 Prozent in die Höhe trieb, verlangsamte sich 1963 das gesamtwirtschaftliche Wachstum: Das reale Bruttosozialprodukt nahm allerdings immer noch um 3,2 Prozent zu – eine stabile, im europäischen Vergleich jedoch keineswegs herausragende Wachstumsrate (in Frankreich und Italien nahm das Bruttosozialprodukt etwa um 4,5 bis 5 Prozent zu). Eine Arbeitslosenquote von 0,6 Prozent und der wieder steigende Außenhandelsüberschuss (die Einfuhr nahm um 5,6 Prozent, die Ausfuhr um 10,1 Prozent zu), der ein Jahr zuvor erstmals in der noch jungen Geschichte der Bundesrepublik gesunken war, verwiesen zusätzlich auf die weiterhin gute wirtschaftliche Situation Westdeutschlands. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Wirtschaftskraft des Bergbaus, der Energiewirtschaft, des Baugewerbes und der verarbeitenden Industrie. Einer ausgezeichneten Konjunktur erfreuten sich besonders der Fahrzeugbau und die chemische Industrie, die einen Gesamtumsatz von 27,3 Mrd. DM erzielte und ihr Vorjahresergebnis um 7,7 Prozent übertraf. Verhaltenere Ergebnisse präsentierte der Maschinenbau, der seine Produktion um 3,3 Prozent verminderte, die Ausfuhr von Maschinen indes um 6,6 Prozent erhöhte.